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Einige Tipps zur Suche einer vermissten Schildkröte

Sie vermissen eine Schildkröte?
Wenn eine Schildkröte verschwindet, dann ist im ersten Moment der Schreck riesengroß. Oft wurde die Kletterkunst der Tiere, aber auch ihr gutes Tarnungsvermögen absolut unterschätzt. So manches vermisste Tier befindet sich noch in seinem Gartengehege, nur halt supergut versteckt.
Um Ihnen die Suche zu erleichtern, habe ich hier einige Tipps zusammengestellt:

Erste Maßnahmen:

Suche im Gartengehege:

  • Die Tiere lieben es, sich zur Nacht unter größeren, sehr dichten Grasbüscheln zu verstecken. Dazu graben sie sich auch mal unter so einem Büschel regelrecht ein. Ebenso bei einem Wetterumschwung auf kühlere Temperaturen.
    Wenn man mit ausgestreckten Fingern senkrecht in so ein Büschel hinein fährt, dann kann man eine dort versteckte Schildkröte manchmal gleich fühlen, ohne sie zu verletzen.
  • In lockerer Erde (Blumenbeete) und unter Steinen und Wurzeln sind auch immer wieder beliebte Verstecke.
  • Schildkröten sind hervorragende Kletterer. Ein Halter hat sein Tier schon mal in einem Busch in fast 1 m Höhe wieder gefunden.
  • Vor allem an sehr warmen Tagen laufen die Tiere sehr gerne mal in einem abendlichen kleinen Regenguß spazieren. Erzeugen Sie mit dem Gartenschlauch Nieselregen im Gehege. Vielleicht bewegt das die Schildkröte dazu, sich zu zeigen.
  • Am Morgen möchte sich jede Schildkröte erst einmal aufwärmen, also könnten Sie sie am nächsten Tag an einem sonnigen Platz beim morgendlichen Sonnenbad entdecken.
  • Wenn die Suche im Gehege keine Schildkröte zu Tage fördert, dann die Suche auf den ganzen Garten ausdehnen. Denken Sie bitte daran, daß Sie mit dem Rasenmäher sehr vorsichtig sein müssen. Am besten den Kerl im Schuppen stehen lassen und das Gras lieber per Handschere kürzen!

Weitere Überlegungen:

Gehege-Umrandung:

  • Gibt es eine "undichte" Stelle in der Gehegeumrandung, wo die Schildkröte sich durchquetschen hätte können? Auch kleinste Spalten unter der Umrandung genügen für einen "Ausbruch". Achten Sie auch auf Grabespuren.
  • Könnte die Schildkröte über die Umrandung geklettert sein? Vor allem überhängende Zweige von Büschen, rauhere Steine, Maschendrahtzaun, Gitter oder rauhe Bretter verleiten die Tiere regelrecht zu Klettertouren. Vor allem in den Ecken ist ein ungewollter Ausbruch oft sehr erfolgreich; vor allem dann, wenn oben nicht ein querliegendes Brett die Ecke sichert.
  • Wo im Garten haben Sie eine Stelle, die schon am Vormittag von der Sonne aufgewärmt wird? Die Tiere nützen solche Sonnenplätze häufig zum ersten morgendlichen Sonnenbad. Dagegen nützen angelegte "Futterplätze" meist nichts, denn Grünfutter gibt es i. d. R. im ganzen Garten genügend.

Entführer:

  • Gibt es in Ihrer Gegend "Feinde"? Ratten, Marder, benachbarte Hunde oder Katzen, Füchse, Krähen, Elstern, Bussarde oder Falken tragen schon mal Schildkröten aus ihrem Gehege. Einer Bekannten entführte eine Krähe eine über 300 g schwere Schildkröte! Vor allem Krähen und Elstern lassen die Tiere im Flug nicht selten wieder fallen: Nachbargärten unter die Lupe nehmen!
  • Hatten Sie am Tag des Verschwindens oder auch schon vorher Handwerker oder andere Fremde in Ihrem Haus oder Garten? Manche Menschen sind von Schildkröten so begeistert, daß sie meinen, sich die Tiere Anderer unter den Nagel reißen zu müssen...

Was kann man außerdem unternehmen?

  • Eine Bekannte von mir hat ihren Pinscher auf Schildkröten-Duft trainiert. Der sucht ihr sehr erfolgreich die eingegrabenen Schlüpflinge im Gartenfreigehege. Vielleicht kennen Sie jemanden, der einen ausgebildeten Jagdhund hat? (Förster, Jäger in der Nähe???). Solche Hunde haben Supernasen und finden fast alles. Bitte nur nicht den Dackel des Nachbarn engagieren! Auch wenn er die Schildkröte findet, das Risiko von Panzerverletzungen durch die Zähne des Hundes wäre zu groß!
  • Anfrage an die nächstliegende Polizeidienststelle und im Tierheim.
    Manche Finder bringen so ein Tier dort hin. Manche melden aber den Fund erst viele Wochen später! Nicht alle Tierheime verfügen über genügend Personal, daß man Sie später benachrichtigen würde, wenn jemand dort Ihre Schildkröte abliefert. Also vor allem im Tierheim immer wieder nachfragen!
  • Such-Meldungen, am besten mit Bild, in der gesamten Nachbarschaft verteilen.
  • Beim Friseur, Bäcker, Metzger, etc. vom schmerzlichen Verlust erzählen. Manchmal haben sogar Wände Ohren ;-)
  • Im Tages-/Wochenblatt eine Suchanzeige aufgeben.
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Dienstag, 17.10.2017